SVE en Catalogne

Hallo!

Ich habe mir überlegt auf Deutsch zu schreiben da ich gesehen habe das die meisten Artikel auf Luxemburgisch,Englisch oder Französisch sind.

 

Ich heiße Simon bin aus Olm und mache mein EVS Projekt in La Seu d’Urgell im Norden Spaniens nur 10 km von Andorra entfernt. Genauer gesagt in Katalonien. Es war mir bewusst das die Katalanen nicht den Spaniern gleichzustellen sind. Sie haben eine andere Sprache und andere Kultur. Mir wurde erzählt sie sind eher verschlossen und mit ihren Arbeitseifer sind sie ungefähr so wie die Schwaben in Deutschland.  Ich habe leider auch viel schlechtes über sie gehört zum Beispiel das sie extrem verschlossen sind, unfreundlich und teilweise auch arrogant.

 

Ich ließ mich jedoch davon nicht beeindrucken und nahm diese Herausforderung an. Zum Glück habe ich das gemacht denn nach nur 2 Wochen habe ich schon sehr gute Freunde gefunden, also von Unfreundlichkeit und Arroganz keine Spur. Es stimmt schon das sie ziemlich verschlossen sind jedoch wenn man offen auf sie zugeht merkt man das es großartige Menschen sind.

 

Und die Sprache? Naja, es wird hier wirklich NUR Katalanisch gesprochen, deshalb komme ich mir meinen (ziemlich schlechten) Kastillanisch nicht weit. Jedoch freue ich mich sehr diese Sprache zu lernen, die dem Französisch nicht weit enfernt ist. (z.B. « Bitte » heißt hier « si us plau »). Die Leute freuen sich sehr wenn man probiert es zu Sprechen denn sie sind sehr stolz auf sie und ihre Kultur.

 

Ich hatte meine zweifel über den Ort da er nur 12,000 Einwohner hat und die nächste Stadt (Lleida) 1h30 entfernt ist. Diese haben sich jedoch schnell gelegt. Da hier eigentlich schon ziemlich viel los ist. Die Leute von meiner Organisation machen mir das einleben sehr einfach. Sie sind extrem freundlich und über sie bin ich einer Fußballmannschaft beigetreten wo man auch schnell Leute kennenlernt.

 

Das bisher beste: Arrival training in Girona. Einfach nur legendär. Die Stadt war genial. Die Gruppe war perfekt und die activities haben echt Spaß gemacht. Viel war auf Teamwork ausgelegt. Wir haben zum Beispiel ein « Castell » gebaut. Eine katalanische Tradition wo sich eine Gruppe zu einem menschlichen Schloss formiert. Das war unglaublich interressant und ganz sicher das Highlight der Woche.  Das coole ist das ich jetzt Kontakte überall in Spanien habe an Orten die ich gerne besuchen würde.

 

Zum Projekt selber: Ich arbeite bei der « Oficina Jove » was so viel wie « Büro für die Jugend » heißt. Das Büro ist Anlaufpunkt für die Jugend in der Region und es Organisiert viele Projekte bei denen wir in der Organisation und Durchführung maßgeblichen Anteil haben sollen. Wir haben aber auch die Freiheit eigene Projekte zu starten.

 

Ich bin mir noch nicht ganz sicher wo ich meine Nische finden kann weil ich künstlerisch nur bedingt begabt bin um es mal vorsichtig auszudrücken. Aber in Katalonien bewegt sich im Moment viel im Zeichen der Unabhängigkeitsbewegung. Dies interressiert mich ungemein. Vielleicht könnte ich da was starten…
Fins arà,

Simon